Schüßler-Salze Teil 2: Die Ergänzungssalze Nr. 13 bis 27 einfach erklärt

Im ersten Beitrag standen die zwölf ursprünglichen Schüßler-Salze im Mittelpunkt. Sie bilden den klassischen Einstieg in die Schüßler-Lehre und werden als Basissalze oder Funktionsmittel bezeichnet.

Dieser zweite Beitrag baut darauf auf. Er wiederholt die Nummern 1 bis 12 nicht noch einmal, sondern widmet sich ausschließlich den 15 Ergänzungssalzen Nr. 13 bis 27. Diese kamen später zur ursprünglichen Reihe hinzu und erweitern die traditionelle Übersicht um zusätzliche Themen.

Wichtige Einordnung: Die Zuordnungen in diesem Beitrag stammen aus der traditionellen Schüßler-Lehre. Sie sind keine Heilversprechen und keine medizinischen Diagnosen. Schüßler-Salze ersetzen weder eine Untersuchung noch eine notwendige Behandlung, ausgewogene Ernährung oder die gezielte Versorgung eines nachgewiesenen Mangels. Gerade bei Salzen mit Namen wie Kalium arsenicosum oder Cuprum arsenicosum ist außerdem wichtig, die stark verdünnte Schüßler-Zubereitung nicht mit frei verfügbaren oder hoch dosierten chemischen Stoffen zu verwechseln.

Warum gibt es Ergänzungssalze?

Die zwölf Basissalze bilden den ursprünglichen Kern. Die Nummern 13 bis 27 wurden später ergänzt, weil innerhalb der Schüßler-Tradition weitere Mineralsalze und zusätzliche Themen berücksichtigt werden sollten.

Sie sind nicht automatisch „stärker“ und auch nicht grundsätzlich wichtiger als die ersten zwölf. Sie machen die Übersicht lediglich umfangreicher. Viele Menschen schauen sich die Ergänzungssalze erst an, wenn sie die Basissalze bereits kennen und die Unterschiede besser einordnen können.

Die Zuordnungen der Ergänzungssalze sind außerdem weniger einheitlich als die der ersten zwölf Nummern. Je nach Buch, Beratung oder Hersteller können die Begriffe leicht abweichen. Die folgende Übersicht nennt deshalb die verbreiteten traditionellen Themen, ohne daraus eine eindeutige Selbstdiagnose abzuleiten.

Die Ergänzungssalze Nr. 13 bis 27 auf einen Blick

NummerNameTraditionell zugeordnet zu
Nr. 13Kalium arsenicosumHaut, Nerven und Kräftehaushalt
Nr. 14Kalium bromatuminnere Ruhe, Nerven und Reizverarbeitung
Nr. 15Kalium jodatumStoffwechsel und innere Steuerung
Nr. 16Lithium chloratumEiweißstoffwechsel und Neuordnung
Nr. 17Manganum sulfuricumAufbau, Blut- und Kräftehaushalt
Nr. 18Calcium sulfuratumRegeneration und traditionelle Reinigungsthemen
Nr. 19Cuprum arsenicosumNerven, Haut und Verdauung
Nr. 20Kalium aluminium sulfuricumStabilität, Flüssigkeit und Gewebe
Nr. 21Zincum chloratumAktivierung, Stoffwechsel und Haut
Nr. 22Calcium carbonicumAufbau, Schutz und Belastbarkeit
Nr. 23Natrium bicarbonicumSäure-Basen- und Stoffwechselthemen
Nr. 24Arsenum jodatumHaut, Schleimhäute und Kräftehaushalt
Nr. 25Aurum chloratum natronatumRhythmus, innere Balance und Regeneration
Nr. 26SeleniumHaut, Haare und antioxidative Schutzthemen
Nr. 27Kalium bichromicumSchleimhäute und zähe Absonderungen

Nr. 13 Kalium arsenicosum – Haut, Nerven und Kräftehaushalt

Kalium arsenicosum wird traditionell mit Haut, Nerven und dem Kräftehaushalt verbunden. In erweiterten Übersichten erscheint die Nr. 13 häufig dort, wo jemand empfindlich auf Belastungen reagiert oder sich mehr Ausgleich im Alltag wünscht.

Die praktische Seite dieses Themas liegt weniger in einem schnellen Ergebnis als in einem Blick auf die eigenen Reserven. Wer dauerhaft zu wenig schläft, ständig unter Strom steht oder kaum Pausen macht, fühlt sich oft erschöpft und gereizt. Regelmäßige Mahlzeiten, Erholung und ein ruhiger Tagesabschluss sind sinnvolle Grundlagen.

Bei anhaltender Erschöpfung, starken Hautproblemen, Angst, depressiver Stimmung oder neurologischen Beschwerden sollte die Ursache fachlich abgeklärt werden. Die Nr. 13 ist kein Ersatz für eine Behandlung.

Nr. 14 Kalium bromatum – innere Ruhe und Nerven

Die Nr. 14 Kalium bromatum wird traditionell mit innerer Ruhe, Nerven und Reizverarbeitung verbunden. Manche Übersichten nennen zusätzlich Drüsenthemen. Im Alltag spricht diese Zuordnung Menschen an, die schwer abschalten können oder sich schnell von Geräuschen, Nachrichten und vielen Aufgaben überfordert fühlen.

Eine hilfreiche Übersetzung in den Alltag kann sehr einfach sein: Benachrichtigungen ausschalten, einen Abend ohne Nachrichten einplanen, den Tag mit einem festen Ritual beenden und nicht jede freie Minute verplanen. Ruhe entsteht oft nicht durch eine einzelne große Maßnahme, sondern durch viele kleine Wiederholungen.

Bei starker Unruhe, länger anhaltenden Schlafproblemen oder psychischer Belastung ist professionelle Unterstützung sinnvoll.

Nr. 15 Kalium jodatum – Stoffwechsel und innere Steuerung

Kalium jodatum wird traditionell mit Stoffwechsel, innerer Steuerung und regulierenden Prozessen verbunden. In manchen Darstellungen wird die Nr. 15 im Zusammenhang mit der Schilddrüse erwähnt.

Gerade deshalb ist eine klare Einordnung wichtig: Die traditionelle Zuordnung ist keine Behandlung einer Schilddrüsenerkrankung. Veränderungen beim Gewicht, Herzrasen, ausgeprägte Müdigkeit, Zittern, starkes Schwitzen oder eine auffällige Schwellung am Hals sollten medizinisch untersucht werden.

Als Alltagsthema kann die Nr. 15 daran erinnern, Veränderungen im eigenen Körper nicht einfach zu übergehen und bei länger anhaltenden Beschwerden rechtzeitig nach der Ursache zu suchen.

Nr. 16 Lithium chloratum – Eiweißstoffwechsel und Neuordnung

Lithium chloratum wird traditionell mit Eiweißstoffwechsel, innerer Neuordnung und bestimmten Reinigungsthemen verbunden. Die Nr. 16 gehört zu den Ergänzungssalzen, die meist nicht ganz am Anfang einer Beschäftigung mit Schüßler-Salzen stehen.

Alltagstauglich lässt sich diese Zuordnung mit dem Gedanken verbinden, wieder einen verlässlichen Rhythmus zu finden: regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, weniger Essen nebenbei und bewusste Pausen. Das ist keine „Entschlackungskur“, sondern eine einfache Rückkehr zu stabileren Gewohnheiten.

Bei Nierenproblemen, Stoffwechselerkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten sollte die Anwendung von Produkten mit Fachpersonal besprochen werden. Eine traditionelle Tablette ersetzt keine Behandlung.

Nr. 17 Manganum sulfuricum – Aufbau und Kräftehaushalt

Manganum sulfuricum wird traditionell mit Aufbau, Blutthemen, Kraft und Erholung verbunden. Die Nr. 17 wird daher oft in Phasen genannt, in denen jemand nach einer längeren Belastung wieder zu Stabilität finden möchte.

Der wichtigste praktische Schritt bei ungewöhnlicher Müdigkeit ist jedoch nicht das Ausprobieren möglichst vieler Mittel, sondern die Suche nach der Ursache. Schlafmangel, Stress, Infektionen, Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden auslösen.

Bei länger anhaltender Erschöpfung, Blässe, Atemnot bei Belastung, Schwindel oder Leistungseinbruch gehört ein Blutbild beziehungsweise eine ärztliche Abklärung an die erste Stelle. Die Nr. 17 ist innerhalb der Tradition ein Ergänzungssalz, kein Blut- oder Eisenpräparat.

Nr. 18 Calcium sulfuratum – Regeneration und Reinigungsthemen

Calcium sulfuratum, teilweise auch als Calcium sulfuratum Hahnemanni bezeichnet, wird traditionell mit Regeneration und Reinigungsthemen verbunden. Die Nr. 18 knüpft damit an die Idee an, dass der Körper nach Belastungen Zeit für Erholung und Neuordnung braucht.

Im Alltag bedeutet das nicht, eine extreme Reinigung durchzuführen. Sinnvoller sind ein ruhiger Tagesablauf, ausreichend Schlaf, gute Mahlzeiten und eine langsame Rückkehr zu körperlicher Belastung. Nach einer Erkrankung sollte man sich nicht zu schnell wieder alles abverlangen.

Bei Fieber, starken Schmerzen, entzündlichen Veränderungen oder einer deutlichen Verschlechterung sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Nr. 19 Cuprum arsenicosum – Nerven, Haut und Verdauung

Cuprum arsenicosum wird traditionell mit Nerven, Haut und Verdauung verbunden. Die Nr. 19 wirkt in der Übersicht speziell, greift aber Themen auf, die viele Menschen kennen: Anspannung, ein empfindlicher Bauch oder eine Haut, die in stressigen Zeiten anders reagiert.

Eine ruhige Mahlzeitenroutine, genügend Flüssigkeit, Bewegung und eine möglichst einfache Körperpflege können den Alltag entlasten. Es lohnt sich außerdem, zu beobachten, ob Beschwerden in bestimmten Situationen oder nach bestimmten Lebensmitteln wiederkehren.

Starke Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, anhaltender Durchfall, wiederkehrendes Erbrechen oder rasch zunehmende Hautveränderungen gehören medizinisch abgeklärt.

Nr. 20 Kalium aluminium sulfuricum – Stabilität und Flüssigkeit

Kalium aluminium sulfuricum wird traditionell mit Stabilität, Flüssigkeit und Gewebe verbunden. In manchen Übersichten steht die Nr. 20 für den Wunsch nach mehr Halt und Struktur, wenn der eigene Alltag aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Dazu passen einfache, wiederholbare Abläufe: zur ähnlichen Zeit essen und schlafen, Dinge griffbereit organisieren, genügend trinken und zwischen Belastung und Pause wechseln. Das klingt unspektakulär, ist aber oft genau das, was im Alltag langfristig trägt.

Ungewöhnliche Schwellungen, Kreislaufprobleme oder deutliche Veränderungen des Flüssigkeitshaushalts sollten nicht selbst behandelt, sondern ärztlich abgeklärt werden.

Nr. 21 Zincum chloratum – Aktivierung, Stoffwechsel und Haut

Zincum chloratum wird traditionell mit Aktivierung, Stoffwechsel, Haut und teilweise auch Abwehrthemen verbunden. Die Nr. 21 wird damit häufig dann interessant, wenn jemand das Gefühl hat, wieder mehr Energie und einen klareren Rhythmus zu brauchen.

Praktisch kann das heißen, den Tag nicht ausschließlich im Sitzen zu verbringen, morgens Licht und Bewegung einzuplanen und regelmäßige Mahlzeiten nicht ständig ausfallen zu lassen. Auch Hautpflege und Ernährung gehören zu diesem Themenfeld.

Bei starkem Leistungsabfall, dauerhaftem Haarausfall, wiederkehrenden Infekten oder auffälligen Hautveränderungen sollte die Ursache untersucht werden. Zincum chloratum als Schüßler-Salz ist kein Ersatz für Zink, wenn ein Zinkmangel nachgewiesen wurde.

Nr. 22 Calcium carbonicum – Aufbau, Schutz und Belastbarkeit

Calcium carbonicum wird traditionell mit Aufbau, Schutz, Stabilität und Belastbarkeit verbunden. Die Nr. 22 wird in manchen Übersichten außerdem mit langsameren Entwicklungs- oder Erholungsphasen in Verbindung gebracht.

Die Alltagsperspektive dazu ist freundlich und realistisch: Nicht jeder Körper arbeitet im gleichen Tempo. Regelmäßigkeit, ausreichend Essen, Schlaf und ein angemessener Wechsel von Aktivität und Erholung können helfen, die eigenen Grenzen besser zu berücksichtigen.

Bei Wachstumsproblemen, wiederkehrenden Knochenbeschwerden, deutlicher Muskelschwäche oder Entwicklungsauffälligkeiten ist eine fachliche Abklärung besonders wichtig.

Nr. 23 Natrium bicarbonicum – Säure-Basen- und Stoffwechselthemen

Natrium bicarbonicum wird traditionell mit Säure-Basen-Haushalt, Stoffwechsel und Verdauung verbunden. Die Nr. 23 wird deshalb teilweise im Zusammenhang mit einem „zu sauren“ Gefühl oder einer unausgewogenen Ernährung erwähnt.

Dabei sollte man sich von einfachen Werbeversprechen nicht täuschen lassen. Der Säure-Basen-Haushalt des Körpers wird eng reguliert. Eine normale, abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und ausreichend Flüssigkeit ist sinnvoller als pauschale Entsäuerungskuren.

Bei häufigem Sodbrennen, starken Bauchbeschwerden, Übelkeit oder Problemen mit Nieren und Stoffwechsel sollte eine medizinische Ursache geprüft werden. Natrium bicarbonicum als Schüßler-Salz ist nicht dasselbe wie eine gezielte Einnahme von Natron in größeren Mengen.

Nr. 24 Arsenum jodatum – Haut, Schleimhäute und Kräftehaushalt

Arsenum jodatum wird traditionell mit Haut, Schleimhäuten und dem Kräftehaushalt verbunden. Die Nr. 24 taucht in erweiterten Übersichten häufig bei Themen auf, die sich zwischen äußerer Hautpflege und allgemeiner Empfindlichkeit bewegen.

Als alltagsnahe Ergänzung bieten sich milde Pflege, Schutz vor reizenden Einflüssen und ausreichend Erholung an. Neue oder ungewöhnliche Hautveränderungen sollten jedoch nicht mit einer traditionellen Zuordnung erklärt werden, sondern ärztlich angeschaut werden.

Besonders bei starkem Juckreiz, offenen Stellen, Atembeschwerden oder einer raschen Verschlechterung ist eine fachliche Abklärung wichtig.

Nr. 25 Aurum chloratum natronatum – Rhythmus und innere Balance

Aurum chloratum natronatum wird traditionell mit Rhythmus, innerer Balance, Regeneration und wiederkehrenden Abläufen verbunden. Die Nr. 25 wird in manchen Darstellungen auch im Zusammenhang mit hormonellen oder zyklischen Themen erwähnt.

Praktisch kann diese Zuordnung dazu anregen, den eigenen Rhythmus ernster zu nehmen: regelmäßige Schlafenszeiten, Pausen, ein bewusster Umgang mit Stress und das Beobachten wiederkehrender Beschwerden. Das kann helfen, Muster zu erkennen, ersetzt aber keine Untersuchung.

Bei Zyklusveränderungen, starken Schmerzen, anhaltenden Stimmungstiefs, Schlafstörungen oder anderen deutlichen Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Nr. 26 Selenium – Haut, Haare und Schutzthemen

Selenium wird traditionell mit Haut, Haaren und Schutz vor belastenden Einflüssen verbunden. Die Nr. 26 interessiert daher besonders Menschen, die sich mit Hautpflege, Haaren oder dem Thema antioxidativer Schutz beschäftigen.

Für den Alltag bleiben die Grundlagen entscheidend: abwechslungsreich essen, nicht unnötig rauchen, ausreichend schlafen und Haut und Haare nicht dauerhaft durch aggressive Produkte oder extreme Hitze belasten. Eine Nahrungsergänzung mit Selen sollte nicht einfach auf Verdacht erfolgen, denn eine zu hohe Zufuhr kann ebenfalls problematisch sein.

Starker Haarausfall oder neu auftretende Hautveränderungen sollten abgeklärt werden. Ein Schüßler-Salz ist kein Ersatz für eine gezielte Nährstoffdiagnostik.

Nr. 27 Kalium bichromicum – Schleimhäute und zähe Absonderungen

Kalium bichromicum wird traditionell mit Schleimhäuten und zähen Absonderungen verbunden. In entsprechenden Übersichten erscheint die Nr. 27 unter anderem bei Themen rund um Nase, Nebenhöhlen oder verschleimte Atemwege.

Eine praktische Unterstützung im Alltag kann darin bestehen, ausreichend zu trinken, die Raumluft angenehm zu halten und Reizstoffe wie Rauch zu vermeiden. Bei einer verstopften Nase kann eine geeignete Kochsalzlösung wohltuend sein, sofern sie richtig angewendet wird.

Starke Gesichtsschmerzen, hohes Fieber, Atemnot, einseitige Beschwerden, Blutungen oder lang anhaltende Symptome gehören ärztlich abgeklärt. Die Nr. 27 ersetzt keine Behandlung einer Nebenhöhlen- oder Atemwegserkrankung.

Wie du die Ergänzungssalze sinnvoll einordnest

Die 15 Ergänzungssalze wirken auf den ersten Blick komplizierter als die bekannten Nummern 3, 7 oder 11. Das liegt vor allem an den ungewohnteren Namen und daran, dass ihre traditionellen Zuordnungen je nach Quelle etwas unterschiedlich formuliert werden.

Für die Orientierung helfen vier Gedanken:

  • Die Nummern 13 bis 27 erweitern die zwölf Basissalze. Sie ersetzen die ursprüngliche Reihe nicht.
  • Eine Überschneidung ist normal. Haut, Nerven, Stoffwechsel oder Regeneration tauchen bei mehreren Salzen auf.
  • Die Zuordnung ist keine Diagnose. Ein Thema kann verschiedene Ursachen haben.
  • Weniger ist übersichtlicher. Es bringt wenig, viele Nummern gleichzeitig einzunehmen, ohne zu wissen, warum.

Wer sich mit einem Ergänzungssalz beschäftigt, kann zunächst den traditionellen Namen und das zugeordnete Thema kennenlernen. Danach lohnt sich der Blick auf die tatsächlichen Lebensumstände: Gibt es zu wenig Schlaf, eine einseitige Ernährung, dauerhaften Stress oder eine Beschwerde, die fachlich abgeklärt werden sollte?

Was bei den Ergänzungssalzen besonders wichtig ist

Einige Namen der Ergänzungssalze enthalten Begriffe, die im Alltag missverstanden werden können. Kalium arsenicosum, Cuprum arsenicosum oder Arsenum jodatum sind Beispiele dafür. Die Produkte der Schüßler-Tradition sind stark verdünnte Zubereitungen. Trotzdem sollte man Packungsbeilage, Dosierung und Hinweise des Herstellers beachten und sich bei Unsicherheit in der Apotheke beraten lassen.

Besondere Vorsicht ist sinnvoll bei Kindern, Schwangerschaft und Stillzeit, chronischen Erkrankungen, Nieren- oder Leberproblemen sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme. Auch natürliche oder komplementäre Produkte sind nicht automatisch für jeden Menschen und jede Situation geeignet.

Die 27 Salze als Landkarte, nicht als Pflichtprogramm

Mit den zwölf Basissalzen und den 15 Ergänzungssalzen umfasst die traditionelle Übersicht insgesamt 27 Nummern. Das bedeutet nicht, dass man alle Fläschchen besitzen oder jede Nummer auswendig kennen muss.

Die ersten zwölf Salze bieten den grundlegenden Einstieg. Die Ergänzungssalze können später helfen, die traditionelle Einteilung breiter kennenzulernen und speziellere Begriffe nachzuschlagen. Entscheidend bleibt ein realistischer Umgang: Schüßler-Salze können für manche Menschen zu einer persönlichen Wohlfühlroutine gehören, sollten aber nicht den Blick auf Ernährung, Schlaf, Bewegung, Erholung und notwendige medizinische Hilfe verstellen.

So entsteht aus den 27 Nummern keine komplizierte Pflichtsammlung, sondern eine Übersicht, in der man sich bei Interesse Schritt für Schritt orientieren kann.

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